„DIE GESCHICHTE DER POGUES – Pogue Mahone. Kiss My Arse“ von Carol Clerk

Photobucket

Ich bin Ende der 80er Jahre das erste Mal mit der Musik der POGUES in Kontakt gekommen als die Band auch in der Scooterboy-Szene meines Bruders schwer angesagt war. Keine andere Band hat es geschafft meinen älteren Bruder, mich und gar meine Mutter so zu begeistern. Keiner anderen Band habe ich solange die Treue gehalten. THE POGUES sind eine dieser Bands, die einen wohl immer begleiten werden und deren Musik man immer wieder begegnet. Selbst auf einer entlegenen Farm im australischen New South Wales hatte ich das Vergnügen mit der irisch-stämmigen Farmerin Joan die Musik der POGUES zu hören. Genauso wie Shane Macgowan lebte sie in den frühen 80ern in London und kämpfte gegen Vorurteile und Diskriminierungen der Briten gegenüber Iren und Nord-Iren. Trotz all der Probleme mit denen Menschen abseits vom angepassten british Way of Life zu leben hatten, sprühen Joans Geschichten voll Zufriedenheit dabei gewesen zu sein.
Das Buch „DIE GESCHICHTE DER POGUES“ (Bosworth Verlag) vermittelt durch viele Zitate, Hintergründe und detailierte Anekdoten sehr authentisch und anschaulich die Geschichte von THE POGUES. Sicherlich ist die Geschichte mit all ihren Protagonisten und Nebenfiguren manchmal etwas verwirrend, aber das Gefühl der Zeit und die Leidenschaft der Band für ihre Musik macht dieses Buch unglaublich eindrucksvoll nachvollziehbar. Carol Clerk beginnt Jahre vor der tatsächlichen Entstehung der berühmtesten Folk-Punk Band aller Zeiten und macht dem Leser deutlich, dass es für Shane, Spider, Jem und all die anderen eigentlich nur den Weg in die Gosse oder den auf die Bühne gab. Bekanntlich schliesst diese Weggabelung eine spätere Kreuzung von Gosse und Bühne nicht aus und so begleitet man die Band und jedes ihrer Mitglieder durch Höhen und Tiefen des privaten und musikalischen Lebens. Die Autorin lässt natürlich Shane Macgowan, Spider Stacey, Jem Finer, Andrew Ranken, James Fearnley, aber auch eine ganze Reihe von Kollegen, Freunden und Fans zu Wort kommen. Es ist die turbulente Geschichte einer eingeschworenen Band, die Auseinandersetzungen, trunkene Streitereien, Affären und Drogen durchlebte und damit viel schmerzendes, aber auch viel versöhnliches bietet.
Die zum Teil holprige Übersetzung und ein paar Fehler im Lektorat sind ein kleiner Makel, aber dennoch ist das Buch „DIE GESCHICHTE DER POGUES“ absolut lesenswert und fast uneingeschränkt zu empfehlen.

ISBN 978-3-86543-306-0

www.pogues.com
www.bosworth.de


0 Antworten auf „„DIE GESCHICHTE DER POGUES – Pogue Mahone. Kiss My Arse“ von Carol Clerk“


  1. Keine Kommentare

Antwort hinterlassen

XHTML: Du kannst diese Tags benutzen: <a href=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote> <code> <em> <i> <strike> <strong>