Archiv für November 2009

NEWS – ARTcore… jetzt wissen wir mehr. – NEWS

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Wir haben vor einigen Tagen auf den Beatbox-Künstler ART OF BEATBOX aufmerksam gemacht. Ein paar Proben seines Könnens haben wir Euch präsentieren können, aber wer hinter diesem Pseudonym steckt wussten wir nicht. Jetzt ist auf Hip-Hop.de eine Bio zu finden.
ART OF BEATBOX bringt bald mit seinen ersten Longplayer „ARTcore“ das erste Producer-Album eines Beatboxers raus. Wir sind gespannt.

„DIE GESCHICHTE DER POGUES – Pogue Mahone. Kiss My Arse“ von Carol Clerk

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Ich bin Ende der 80er Jahre das erste Mal mit der Musik der POGUES in Kontakt gekommen als die Band auch in der Scooterboy-Szene meines Bruders schwer angesagt war. Keine andere Band hat es geschafft meinen älteren Bruder, mich und gar meine Mutter so zu begeistern. Keiner anderen Band habe ich solange die Treue gehalten. THE POGUES sind eine dieser Bands, die einen wohl immer begleiten werden und deren Musik man immer wieder begegnet. Selbst auf einer entlegenen Farm im australischen New South Wales hatte ich das Vergnügen mit der irisch-stämmigen Farmerin Joan die Musik der POGUES zu hören. Genauso wie Shane Macgowan lebte sie in den frühen 80ern in London und kämpfte gegen Vorurteile und Diskriminierungen der Briten gegenüber Iren und Nord-Iren. Trotz all der Probleme mit denen Menschen abseits vom angepassten british Way of Life zu leben hatten, sprühen Joans Geschichten voll Zufriedenheit dabei gewesen zu sein.
Das Buch „DIE GESCHICHTE DER POGUES“ (Bosworth Verlag) vermittelt durch viele Zitate, Hintergründe und detailierte Anekdoten sehr authentisch und anschaulich die Geschichte von THE POGUES. Sicherlich ist die Geschichte mit all ihren Protagonisten und Nebenfiguren manchmal etwas verwirrend, aber das Gefühl der Zeit und die Leidenschaft der Band für ihre Musik macht dieses Buch unglaublich eindrucksvoll nachvollziehbar. Carol Clerk beginnt Jahre vor der tatsächlichen Entstehung der berühmtesten Folk-Punk Band aller Zeiten und macht dem Leser deutlich, dass es für Shane, Spider, Jem und all die anderen eigentlich nur den Weg in die Gosse oder den auf die Bühne gab. Bekanntlich schliesst diese Weggabelung eine spätere Kreuzung von Gosse und Bühne nicht aus und so begleitet man die Band und jedes ihrer Mitglieder durch Höhen und Tiefen des privaten und musikalischen Lebens. Die Autorin lässt natürlich Shane Macgowan, Spider Stacey, Jem Finer, Andrew Ranken, James Fearnley, aber auch eine ganze Reihe von Kollegen, Freunden und Fans zu Wort kommen. Es ist die turbulente Geschichte einer eingeschworenen Band, die Auseinandersetzungen, trunkene Streitereien, Affären und Drogen durchlebte und damit viel schmerzendes, aber auch viel versöhnliches bietet.
Die zum Teil holprige Übersetzung und ein paar Fehler im Lektorat sind ein kleiner Makel, aber dennoch ist das Buch „DIE GESCHICHTE DER POGUES“ absolut lesenswert und fast uneingeschränkt zu empfehlen.

ISBN 978-3-86543-306-0

www.pogues.com
www.bosworth.de

EVIL CONDUCT, RAT CITY RIOT am 14.11.2009 im Wild At Heart, Berlin-Kreuzberg

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Die Menschentraube vor dem Wild At Heart ließ zwei Rückschlüsse zu: 1. es wird voll 2. 60% der Gäste haben eine sehr simple Frisur, die jeder mit dem Langhaarschneider hin bekommt. Im Gegensatz zu den vielen schwach besuchten Konzerten in letzter Zeit kann man sich offensichtlich auf die subkulturelle Klientel verlassen, die sich hier nicht nur für ein Konzert einfindet, sondern auch um Freunschaften zu pflegen und ihren Lifestyle zu leben. Es ist die Teilhabe an der Szene und nicht der simple Konsum, der hier im Vordergrund steht.
RAT CITY RIOT geben von Beginn an Vollgas. Die HC-Punks aus Kalifornien lassen das Thermometer im ohnehin schwitzigen Club schnell noch weiter nach oben steigen. Ihr Sänger Noah springt in Oldschool Manier durch die ersten Reihen vor der Bühne und scheut dabei keineswegs den Körperkontakt mit den pogenden Skins. Fünf ziemlich kräftige Vertreter der kahlen Zunft teilen sich den Pit, ringsherum mitsingende Punks und Hardcore Kids, die sich als textsichere Fans zeigen. Der Funke springt von Anfang an über und es zeigt sich, dass RAT CITY RIOT als Support für den späteren Headliner EVIL CONDUCT die Crowd nicht nur warmspielen, sondern sie regelrecht aufheizen und darüber hinaus auch eine Menge eigener Leute mitgebracht haben. Die Band geht sehr körperlich, aber in keinsterweise aggressiv zur Sache. Besonders Noah fühlt sich vor der Bühne sichtlich wohl und setzt das United-Gefühl in die Tat um. Zum Abschluss der Show spielen sie noch die Hasselhoff-Hymne „Looking For Freedom“, die vor 20 Jahren mehr als 500.000 Menschen an der geöffneten Berlin Mauer mitsangen und 2009 der Mob im Wild At Heart während der Sänger tatsächlich auf Händen getragen durch die Reihen wandert.
EVIL CONDUCT sind bei ihren relativ rar gesäten Gigs für Überraschungen eigentlich nicht zu haben. Während ihr Bassist mit den Monaten als Bandmitglied die Evolution vom Rock´n´Roller zum Skinhead abgeschlossen hat bieten die Holländer ansonsten keine erkennbare Veränderungen optischer oder musikalischer Natur. Sie sind Bilderbuch-Skins und ihre Musik ist simpler Oi!-Punk. Dementsprechend ist die Show schnörkellos und geradeaus. Ihr Anhang feiert die Band mit hochgerissenen Fäusten und jeder Menge Bier. Sänger und Gitarrist Han ist auf der Bühne schon eine unglaublich charismatische Person. Während er so da steht, sein Gesicht zur Grimasse verzieht und von Freud und Leid des Skinheads singt wirkt er 100% authentisch. Während die Band bereits seit ´84/´85 unterwegs ist und damit ja definitiv zum alten Eisen gehört, hat ihr Publikum wiederum heute bewiesen, dass alte Liebe nicht rostet.
Ein guter Abend!

www.myspace.com/oievilconduct
www.myspace.com/ratcityriot

NEWS – Kick Joneses (Support: Biestig) im Schokoladen, Berlin 28.11. – NEWS

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Wir haben das aktuelle Album von KICK JONESES gehört, rezensiert und für „spitze“ befunden (zum Review) und aus diesem Grund möchten wir Euch auch auf ihr Konzert in Berlin hinweisen.
„TRUE FREAKS UNION“ „bleibt offen für alles Neue und nimmt eben doch mit, was einem das Leben als 80er-Jahre-Punkrocker mitgegeben oder man sich einfach daraus genommen hat. Hier wühlen sechs Musiker einerseits in der Grabbelkiste ihrer musikalischen Vergangenheit (Beatles, Bubblemgum-Pop der 70er, New Wave, Post-Punk), lassen sich andererseits von jüngeren Entwicklungen inspirieren (Britpop, Neo-Rock ‚n Roll, Hamburger Schule). Natürlich blitzt hier und da die eigene Jugend in Bands wie Walter Elf und Spermbirds durch. Das Resultat: Nie plagiatorisch, immer Kick Joneses!“
Die beiden Mädels von BIESTIG machen den Support. Dreiakkorde Punkrock, der nicht plump und einfallslos klingt ist möglich, wie die 16-jährigen Schwestern beweisen (zum Review).

Sa., 28.11. ab 21h
im Schokoladen, Ackerstr. 169, Berlin-Mitte
Eintritt: 7 €

www.myspace.com/kickjoneses
www.myspace.com/biestigpunkrock

NEWS – ARTcore. ?… – NEWS

Wir haben Euch vor ein Tagen auf ARTcore aufmerksam gemacht (hier klicken). Heute gibt´s ein paar weitere Details um das geheimnisvolle Projekt „ARTcore“.

ARTcore ist der Titel des ersten Longplayers von Art of Beatbox aus Hamburg. Dieses Album wäre vielleicht nichts neues auf dem deutschen Musikmarkt, wenn da die Tatsache nicht wäre, dass es das erste Producer-Album eines Beatboxers sein wird. Hast Du es Dir so vorgestellt?
Art of Beatbox hat ein Album aufgenommen, das neben den typischen Hip-Hop-Elementen die unterschiedlichsten Musikstile unter dem Dach des Beatboxens zusammenfasst. Mit seinen vielfältigen Songs möchte er zeigen, dass man auch radiotaugliche Beatbox herstellen kann. Dafür sind die Songs vielseitig wie ein Kaleidoskop und weisen Einflüsse von Jazz, Latin, Pop sowie Klassik und Rock auf. Das ist ARTcore!“ (Promotext)

Mehr Infos unter folgender HP: www.artofbeatbox.com

Teaser als mp3-Datei zum Download: hier klicken

GENEPOOL (Support Chateau Laut) im SO36, Berlin Kreuzberg 12.11.2009

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Die Berliner Band CHATEAU LAUT spielt schon als ich das SO36 etwas verspätet erreiche. Nur ca. 30 Leute wollen sich heute Abend die Vorband angucken und da muss man wohl auch seine Erwartungen für den Hauptact deutlich runterschrauben. Eigentlich schade, da CHATEAU LAUT gute Musik machen und ich erwartet hätte, dass GENEPOOL mehr Berliner zieht. Sehr experimenteller Indie-Rock, der ohne Gesang auskommt stimmt die Anwesenden allerdings gut auf den restlichen Abend ein. CHATEAU LAUT ist eine jener Bands, die sich was traut. Sie verzichten nicht nur auf Gesang, sondern auf jegliche direkte Kommunikation mit den Unentwegten vor der Bühne. Es ist bei ihrer Show ein bisschen so, als beobachte man eine Kunst-Performance. Der künstlerische Aspekt nimmt im Selbstverständnis der Band viel Platz ein während die eher unterhaltenden Elemente zweitrangig erscheinen. Eine wirklich hervorragende Mischung aus Noise, Indie und Grunge mit Hang zu Soundexperimenten. Die können was.
Als GENEPOOL dann die Bühne betreten sind mit etwas Wohlwollen ungefähr 70 Menschen im guten, alten SO36. GENEPOOL haben sich wiedermal erneuert. Mit Ian Spehr steht ein neuer Sänger am Mic, der bei dem kommenden Album „Lauf! Lauf!“ (Rookie Records, Release Date: Jan. 2010) auch für die Lyrics verantwortlich ist. Zudem gönnt man sich jetzt den Luxus von zwei Drum-Sets nebst Trommlern. GENEPOOL haben einen unglaublich hohen Unterhaltungsfaktor und funktionieren heute Abend trotz der neuen Konstellation wie eine seit langem eingespielte Band. Ian hat sich gut eingefügt und erfüllt die Rolle des Frontmanns mit Bravour. Dass im Hintergrund zwei Drum Sets das leuchtende Logo von GENEPOOL einrahmen bemerkt man nur durch den enormen Druck, den die Drummer dort erzeugen. Sie sind perfekt aufeinander abgestimmt und können so den vollen Effekt richtig ausspielen. Die Gitarreros an den Seiten lassen die Riffs schnalzen und Basser Guido Lucas aka Lude trägt seinen Teil mit musikalischem Können und optischen Style dazu bei. Ihr Sound reißt Schubladen auf, stemmt sie aus den Fährungsleisten, tauscht sie aus, läßt nichts beim Alten- Wave, Punkrock, Pop, gern etwas düster und immer im fünften Gang.
Nach ca. 50 Minuten war dann an diesem Donnerstag um 23:15 Schluss. Wahrscheinlich hätte es der Stimmung ganz gut getan, wenn man die Halle durch Vorhänge wieder etwas verkleinert hätte und die Leute etwas dichter zusammen gestanden hätten, aber dennoch ein musikalischer Leckerbissen im tristen November.


Wie es mit dem SO36 weitergeht ist derweil noch nicht geklärt. Auf die Kündigung des Hauseigentümers (Gesa) wurde fristgerecht per Anwal widersprochen. Ungeachtet dessen stehen die Betreiber in konstruktiven Gesprächen mit der Hausverwaltung und dem Bezirksbürgermeister.
Als ich gestern den Club verließ bekam ich noch eine mich fast sentimental stimmende Unterhaltung mit. Nachdem zwei Mädels (16-18 Jahre) am Einlass darauf aufmerksam gemacht wurden, dass das Konzert bereits vorbei ist und gleich Feierabend sei antworteten sie: „Wir wollten auch nur mal gucken wie es Innen aussieht.“ Kloß im Hals. … Scheinbar will man sich von der Legende SO36 schon verabschieden für den Fall, dass die Rettung ausbleibt. Sie durften natürlich noch einen Blick hinein werfen.

www.genepool-music.net
www.myspace.com/realgenepool
www.myspace.com/chateaulaut
www.so36.de

NEWS – Ring of Fire, Beat Box, Box Ring??? – NEWS

Als erstes bitte den Clip anschauen…


Wenn man bedenkt, daß manchmal 5 Leute auf ner Bühne stehen und das Ergebnis Grütze ist, … haha… Hut ab vor dem unbekannten Schatten-(Beat)Boxer. Mich würde mal interessieren, ob es mit Beatboxen auch möglich ist Punk zu performen. Also eine Musik, die eher durch Gefühl und nicht durch mathematische Genauigkeit oder elektronischerzeugte Sounds ihre Fans erreicht.
Mehr Infos soon…

be street magazine #6 Sep./Oct./Nov. 2009

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Das französische BE STREET MAGAZINE macht seinem Namen alle Ehre. Sie haben es geschafft mit ihrem Magazin nicht nur über Culture zu berichten, sondern ein Teil davon zu sein. Mit sehr schönen Illustrationen und einem großen Abwechslungsreichtum wirklich ganz toll aufgemacht. Das französische Redaktionsteam hat sogar soviel Weitsicht, dass sie den Inhalt in französisch und englisch liefert. Dadurch geht natürlich unglaublich viel Platz verloren, aber da unser Französisch maximal Kindergartenniveau hat, sind wir natürlich sehr dankbar. Das Magazin hätte ich mir allerdings aufgrund der so überzeugenden Optik auch ohne englischen Part, in der Hoffnung längst Verlerntes wieder reaktivieren zu können, gekauft. Hier wird sehr deutlich dem Spaß an und der Leidenschaft für Streetwear, Street Art, Musik und Shopping Ausdruck verliehen.
Das Schöne ist, dass BE STREET Künstlern nicht nur durch Features eine Plattform bieten, sondern diese Künstler auch an der kreativen Umsetzung der Ausgabe mitwirken. So soll´s sein. Inhaltlich bewegt man sich tatsächlich mit beiden Beinen auf dem Boden bzw. zwischen ehrlichem Asphalt und dem Dielenboden einer jungen und sehr sympathischen Gallerie. Bildlich gesprochen. Im Inhaltverzeichnis klingt das dann kurz und bündig wie folgt: Street Style, Crystal Castles, Klever, Gundam x Ollanski, Shop´in Japan, Shop´in Boy, Shop´in Girl,…
Alles wird unkompliziert und ohne viel Blabla präsentiert und besprochen. Es wird nicht affig theoretisiert, wo Bilder mehr sagen als die berühmten 1.000 Worte. Für alle Fans von Street-“bitte zutreffendes einsetzen“ sehr inspirierend und unabhängig vom Inhalt der jeweiligen Ausgabe mit Sicherheit die 7€ am deutschen Handel wert.



Be Street #6 – French Urban Magazine from Benjamin Benichou on Vimeo.

www.be-street.com

style and the family tunes „Shape it!“ Issue, #123 03/04 2009

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Das Berliner Magazin für „pop cultural views on global issues“ mit dem Namen „Style And The Family Tunes“ ist mit 225 Seiten für sehr faire 5€ nicht nur dicker als die meisten Bücher, die sich beim durchschnittlichen Fussball-Profi im Regal finden lassen, sondern bei seinem Preis-Leistungsverhältnis besser investiert als ein mehr als doppelt so teures Ticket für einen sichtbehinderten Platz (günstigstes Ticket 12,50€) bei der spielbehinderten Hertha aus Berlin.
Die aktuelle Ausgabe mit dem Themenbezug „Shape it!“ setzt sich mit „Formgebern und Formvollendern“ in Kunst, Musik, Gesellschaft und Mode auseinander. In deutsch und englisch in zumeist sehr knappen Beiträgen hangelt man sich relativ ungezwungen am vorgegebenen Themenschwerpunkt entlang.
Was im Englischen chic Pulp genannt wird ist in seiner deutschen Übersetzung einfach demaskierend als Schund- oder Trivial-Literatur bezeichnet. Der Edgar-Allen-Poe-Preisträger Charles Ardai hat anhand einiger Bildern von Neil Krug den Einstieg in eine sofort fesselnde Geschichte geliefert, die dem Leser die ausgebrannte Striptease Tänzerin Dolores vorstellt. Sehr, sehr schade, dass man auch dieser Story nicht mehr Raum gegeben hat.
Sehr interessant und erfreulich weniger komprimiert werden der Kunstform Performance einige Seiten gewidmet. Performances sind oftmals wenig zugänglich, zuweilen abstoßend, irritierend und bei laienhaftem Kenntnisstand der „Konsumenten“ nicht selten harscher Kritik ausgesetzt. Für diese Ausführungen bin ich persönlich sehr dankbar.
Der Ausflug in Street-Art-Gefilde ist natürlich obligatorisch und ein Muss auch in der style and the family.tunes. Darüber hinaus wird den Musikfreunden ein Retro-Elektro Projekt vorgestellt, der kusierende Hype der zeitgenössischen „Klassik“ zu erklären versucht und den selbstbewussten, starken, weiblichen neuen Acts im Bereich elekronischer Musik der rote Teppich ausgebreitet.
Die glossy und großformatigen Fotografien erscheinen mir erstaunlich konservativ, viel schwaz-weiß und erstaunlich brav.
Der Online-Auftritt des Magazins ist leider in manchen Bereichen recht prollig, wenn die Online-Redaktion nicht einen ausgeprägten Hang zu Ironie pflegen sollte: „Wer wir sind: Wir haben uns in mehr als 100 Ausgaben der ‚Style & The Family Tunes‘ einen hervorragenden Ruf im Print erarbeitet und einen starke Leserbindung erreicht. Wir sind der Kommunikationskanal der Wahl für eine internationale Community mit hohen Ansprüchen. Stylemag.net ist die logische Konsequenz daraus und bietet online eine Plattform für Connoisseure, Individualisten, kultivierte Konsumenten, Tastemaker, Opinion Leader, Early Adopter, Pioniere, Fashionistas, Medienmenschen,Party People, die Checker, Kreativen und Einflussnehmer, die Macher.“ Puh!
Sehr interessantes Print-Magazin mit deutlichem Kultur-Schwerpunkt.

www.stylemag.net

BROILERS „ANTI ARCHIVES“ DVD-RELEASE SHOW im Bassy Club, Berlin 27.10.2009

broilers logo
Düsseldorfs bekannteste Punkrock-Band, die nicht in Stadien spielt und auf einem dicken Bankkonto sitzt, feiert ihre erste DVD mit einer Show im Berliner Bassy Club. Die BROILERS veröffentlichen mit „THE ANTI ARCHIVES“ nach vielen Wochen Arbeit und ein paar Verzögerungen zum Veröffentlichungstermin endlich ihre langerwartete DVD. Das macht man nicht Allertage und so feiern sie es mit exklusiven Shows in Düsseldorf, Leipzig und eben Berlin. Exklusiv kann man die Shows deshalb nennen, weil sie im ungewöhnlich kleinen Rahmen und als Akustik-Version zelebriert werden. Die sympathischen Kindsköpfe wissen ja Partys zu feiern und jede ihrer Shows wird vor und auf der Bühne exzessiv augekostet. Wie ein Kind freue ich mich jedes Mal auf diese Abende. Der gleichzeitige Besuch von I HATE PEOPLE RECORDS Andre war schon im Vorhinein das Sahnehäubchen, denn man muss kein Prophet sein, um bei dieser Konstellation eine lange und ausschweifende Nacht zu prognostizieren.
Nicht das erste, aber das erste gemeinsame Bier des Tages konnten wir bereits im nahegelegenen White Trash Fast Food mit den BROILERS und der Crew genießen. Um 21 Uhr sollte die Show dann los gehen, also einmal die Straßenseite gewechselt und schon stehen wir im Bassy Club. Nicht übervoll, sondern noch angenehm gefüllt ist der Bereich vor der Bühne, während die Theke natürlich belagert wird. Basserin Ines muss an diesem Abend leider durch Marcel ersetzt werden, der seine Sache aber sehr gut macht. Die Bandbreite der Songs an diesem Abend durchläuft so ziemlich alle Schaffensperioden der BROILERS. Die All-time-favorites waren dabei, aber natürlich war die Auswahl der Songs auf das Akustik-Set ausgelegt. The Clash und ein paar andere Cover, natürlich „Meine Sache“, natürlich „Schenk mir eine Blume“ und natürlich viele, viele mehr in nie zuvor gehörter Akustik-Version. Die Fans im Bassy mussten sich zwar erstmal auf die ruhigere Gangart einstellen, waren dann aber begeistert dabei und die Band gönnte ihren Schützlingen auch die ein oder andere Gelegenheit zum Pogo. Sammy kündigte an, dass sie Shows in diesem Rahmen gern auch zukünftig ein- oder zweimal im Jahr spielen würden. Gute Idee, Sammy.
Nach den obligtorischen Zugaben streift die Band mit Crew und Freunden noch durch diverse Berliner Kneipen bis man am frühen Morgen nur noch vor verschlossenen Türen stand. Die BROILERS haben Berlin unter den Tisch gesoffen.

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www.broilers.de
www.myspace.com/broilers