Archiv für September 2009

Zoo Magazine No.23

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Das ZOO MAGAZINE erscheint vierteljährig seit September 2003. In Berlin gegründet und als deutschsprachiges Magazin auf die Welt gekommen befindet sich das Redaktionsbüro mittlerweile in NL und hat sich der englischen Sprache bemächtigt. Dass der Musiker Bryan Adams nicht nur Co-Owner, sonder auch als Fotograf für das Magazin tätig ist, soll allerdings hier die einzige Personalie bleiben.
Der ZOO MAGAZINE Web-Auftritt macht sofort deutlich, dass die Macher mit all ihren weiteren Projekten sehr weitläufig vernetzt sind. Der Fokus der Redaktion liegt deutlich in den Bereichen Mode, Kunst, Literatur/Film und Architektur. „Glossy“ kann im Prinzip jeder, doch die ZOO Redakteure unterfüttern das Erscheinungsbild des Magazins mit seinen tollen Fotografien und dem edlen Layout auch durch hochwertige Texte. Gefühlte 80% der Inhaltsseiten sind mit großformatigen und unglaublich tollen Fotografien und Kunst gefüllt. Stil und Qualität feiern im ZOO MAGAZINE Honey Moon. Die Abbildungen in diesem Heft machen ergänzende Texte oft überflüssig und nehmen den Betrachter manchmal für Minuten gefangen.
In No. 23 versucht der Londoner Designer Todd Lynn den Dialog seiner beiden Leidenschaften Musik und Mode zu erläutern. Für John Varvatos (Menswear Designer) ist Mode schlicht Rock´n´Roll. Im Interview läßt er einen Einblick in seine Arbeit zu. Die Arbeiten des britischen Künstlers Michael Kirkham, der mal als Moralist und mal als Perverser bezeichnet wird, haben mit ihren offensiven und kalten Darstellungen von Sex viel Aufsehen erregt und werden im Gespräch diskutiert. Unser Mann in Hollywood, der bekannte Schauspieler Udo Kier, fungiert im ZOO MAGAZINE diesmal nicht nur als Fashion-Model, sondern läßt uns ein wenig an dem Parallel-Universum in Übersee teilhaben. Favorite!

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www.zoomagazine.de

Blonde „Funny Issue“ 03/2009

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Mit dem Sub-Titel „Es ist ein Modemädchen“ stellt die BLONDE klar wen sie als ihre Zielgruppe versteht. Die BLONDE ist aber nicht nur ein Modemagazin für hippe Mitte-Mädchen, sondern bietet weitaus mehr als hübsche Mode-Fotografie. Mit sehr viel Charme, Ironie und Humor durchstreift man die vier Schwerpunkte Style/ Beauty, Living/ Culture, Ecology/ Wellness und Travel/ Movement. Ganz offensichtlich ein Magazin, dass zum Allzeit-Begleiter junger Frauen werden will.
Augabe 03 kommt als „Funny Issue“ und das ist nicht zuviel versprochen. Themenbezogene Ausgaben haben für mich immer einen besonderen Reiz, weil ein Thema unter verschiedenen Gesichtpunkten abgehandelt wird. Zugegeben, Humor wird in Magazinen dann doch eher einseitig visuell dargestellt und weniger durch Inhalt. BLONDE versucht hier aber sehr wohl beides miteinander zu verknüpfen und läßt den Inhalt bei dieser themenbezogenen Ausgabe nicht Außen vor. Wären Bezeichnungen wie frisch, schrill, frech, jung, … nicht unglaublich vorbelastet würde ich sie für die Beschreibung dieser BLONDE Ausgabe gerne gerbauchen. Dieses Magazin ist im Gegensatz zu vielen anderen ein Quell der Inspiration für alle Bereiche des Lebens, denn hier überschneiden sich die zuvor genannten thematischen Schwerpunkte großzügig trotz der Trennung durch Kapitel. Dies ist natürlich keine Überraschung und vielmehr ein absolutes Muss für die ausgesprochen vielseitig interessierte Zielgruppe. Während andere Magazine allerdings bei Kunst und Mode in einen hochgestochen arty Jargon verfallen bleiben die BLONDE Redakteure in ihren Beiträgen sympathisch, natürlich und humorvoll. Bei der Ausrichtung des Magazins ist es nahezu unvermeidbar, dass die Beiträge oft über News-Tiefe nicht hinaus kommen. Dennoch kommt der Inhalt bei allem Spass und Entdecker-Mentalität nicht zu kurz. Sehr interessant, aber ein wenig kurz ist die Vorstellung der Organisation zweier Frauen, die auf unkonventionelle Art vor Brustkrebs warnen und Prävention gerade bei jungen Frauen vorantreiben (www.myspace.com/keep-a-breast).
Inhaltlich ist es immer wieder schön zu sehen, wie es die Hamburger in dieser Ausgabe schaffen mit viel Humor Klischees zu entkräften, Themen unbelastet und locker anzugehen und dadurch wirklich neue Gesichtpunkte sichtbar zu machen.

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www.blonde.de

NEWS – KING OF S.KA.T.E. – NEWS

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Die letzte Runde des KING OF S.K.A.T.E. Summer Contests wird eingeläutet. In Runde 20 zeigt der Gewinner des letztjährigen KING OF S.K.A.T.E. Herbwig „Herbie“ König einen Nollie Laserflip Sexchange. Heißt für Dich: such Dir ein Stück freien und ebenen Boden, mach den Nollie Laserflip Sexchange mit viel Style, film ihn und lade ihn auf www.king-of-skate.com hoch. Derjenige, der den schönsten Nollie Laserflip Sexchange abliefert, gewinnt ein fettes Jart Package bestehend aus zwei Decks inkl. Griptape, zwei Achsen, ein Satz Rollen inkl. Kugellager, Schrauben und ein T-Shirt! Jetzt aber ran…




Gewinner Runde 19: Emre Özalp

Für mehr Infos checkt: www.king-of-skate.com

SO36 endgültig vor dem Aus?


SO36 Bleibt

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Das Kreuzberger SO36 genießt einen legendären Ruf. Was uns heute noch lebendig in den Ohren klingelt könnte bald zum verhallenden Echo werden, wenn Bezirksverwaltung, Vermieter und Anwohner das SO36 nach 30 Jahren zum Schließen zwingen. Der Verlust des SO36 wäre ein weiterer Meilenstein der Yuppisierung des Kiezes, die eine schnelle Verdrängung der über Jahre gewachsenen Bewohnerstruktur nach sich ziehen würde.
Dass es nach 30 Jahren als Kulturzentrum am Ende an einer Schallschutzmauer liegen soll, ist für viele wenig nachvollziehbar. Hier ist allerdings der sich vollziehende Wandel im Kiez mit Sicherheit mit ausschlaggebend. Die Oranienstrasse ist chic und hipp. Der angesagte Kiez ist dadurch auch in den Fokus von Marklern gerückt und Eigentümer wittern die Chance ihren Besitz gewinnbringend zu veräußern. Dass diejenigen, die hier jetzt gern eine moderne und teure Wohnung in dem atmosphärischen Kiez beziehen möchten, wohlmöglich in wenigen Jahren schon weiter ziehen ist die andere Seite der Medaille. Überteuerte Mietpreise und eine zerstörte Bewohnerstruktur wären dann die Hinterlassenschaften, die die Situation in sozialen Brennpunkten Berlins noch zusätzlich verschärfen könnte.
Dass die Betreiber aber mit ausstehenden Mieten einen weiteren Angriffspunkt liefern, wie es zu hören ist, ist genauso unerklärlich. Vielleicht gab es finanzielle Engpässe, die bei jedem Unternehmen und jedem Verein auftauchen können. Für die Presse und das Gericht ist dies aber ein gefundenes Fressen um dem Club den Garaus zu machen.
Begonnen hat alles mit dem 1861 eröffneten Biergartenlokal, das den Durst der Berliner zu löschen versuchte. 1951 dann führte das Kino am Heinrichplatz als eines der ersten großen und modernen Lichtspielhäuser maximal 660 Besuchern Kassenschlager wie „Die Sünderin“ mit Hildegard Knef in ihrer umstrittenen Rolle als Prostituierte vor. Ende der 60er Jahre fiel der letzte Vorhang vor der Leinwand und Künstler nutzten es vorübergehend als Ateliers. Erst 10 Jahre später wurden die Räume für Konzerte entdeckt. Der Untergrund fand hier seine Bühne und die provozierende Ausdrucksform der Bands wurde zum Sprachrohr der Jugend. Hier spielten DIE EINSTÜRZENDEN NEUBAUTEN, DIE TÖDLICHE DORIS und sogar zum ersten Mal die DEAD KENNEDYS. Für Punks war es jetzt der Club und dennoch mussten 1983 die Tore geschlossen werden als der Pächter Konkurs anmeldete und die Bauaufsicht hier keine Veranstaltungen mehr zulassen wollte. Von 1984 bis 1987 war die Halle mal durch Besetzer vereinnahmt und mal als Ausstellungsraum genutzt. Am Ende dieser Jahre harter Auseinandersetzungen stand die polizeiliche Räumung aufgrund illegaler Nutzung.
1990 wurde unter neuer Trägerschaft und erstmals unter dem Namen „SO36″ eröffnet. Als basisdemokratisches Kollektiv versteht man sich in der Pflicht ein alternatives Kulturprogramm für die verschiedensten subkulturellen und politischen Gruppen zu sein. Konzerte progressiver Musik sind dabei längst nicht das einzige Programmangebot, aber wahrscheinlich das mit der größten Aussenwirkung. „Wir werden weiterhin ein Ort für kritische und innovative Stimmen und Töne jenseits des Mainstreams bleiben.“ Wie lange ihnen dazu noch Gelegenheit gibt liegt nach langem Kampf vermutlich nicht mehr in der Macht des Vereins.


SO36 Bleibt

Stellungname des Vereins auf www.myspace.com/dasso36

Donnerstag, September 24, 2009

Zur aktuellen Situation des SO36
Aktuelle Stimmung:sachlich

Da sich gerade aus aktuellem Anlass die Anfragen häufen, hier ein kleiner Kommentar dazu von uns:

Ja, wir haben eine Kündigung der Gesa (Hauseigentürmerin) erhalten. Der Kündigung wurde fristgerecht, per Anwalt widersprochen.
Ungeachtet dessen befinden wir uns mitten in einem konstruktiven Gespräch mit der Hausverwaltung und dem Bezirksbürgermeister.
Wir hoffen auf einen positiven Ausgang der Verhandlungen.
Darum bitten wir um Verständnis, dass seitens des SO36 bis auf weiteres keine Interviews dazu geführt werden.

Wir melden uns, sobald es Neuigkeiten gibt.

Euer SO36

http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2009/0924/seite3/0002/index.html

Spendenkonto:
Berliner Volksbank
KtoNr.: 209 057 30 23
BLZ: 100 900 00

www.so36.de

Bundestagswahl 2009

„Es gibt nichts gutes
ausser man tut es.“

(Erich Kästner)

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Die politische Klasse in der Bundesrepublik ist ausnahmsweise wieder auf der Strasse zu finden. Nicht aber, weil das Wahlvolk sie auf den harten Boden der Realität gesetzt hätte, sondern weil die Parteien auf Stimmenfang gehen und denken, dass ein SPD-Ballon oder ein CDU-Kulli das beste Mittel dafür seien. Der Wahlkampf zur Bundestagswahl 2009 verlief weitesgehend unspektakulär und lahm- die ewig gleichen Parolen auf Plakatwänden und hohle Phrasen von glattgebügelten Berufspolitikern in Talk-Runden. Auch wenn die Parteien PR- und Werbeagenturen, also weitesgehend politikferne Kommunikationsprofis, verpflichten, bieten die Wahlkampagnen oftmals willkommene Zielscheiben des Wählerprotest. Mit Farbbeuteln oder ein paar Pinselstrichen kommt man der Einladung zum bildsprachlichen Dialog auf Wahlplakaten nach und es wird gegenargumentiert. Das Gesetz natürlich untersagt diese Art des gewaltfreien Protest und stellt ihn unter Strafe wodurch sich aber längst nicht alle friedlichen Bürger abschrecken lassen.
Dass sich die Parteien zuweilen selbst deffamieren, bleibt für die Verantwortlichen leider viel zu oft straffrei. Die potenziellen Wähler sind schon viel zu viel gewohnt, als dass sie auf einen Fauxpax mehr oder weniger direkt reagieren würden. Hier zwischen Satire und Realsatire zu unterscheiden fällt allein deshalb schwer, weil man den Politikern einfach alles zutraut.
Nazis gehen dagegen sehr offensiv mit ihrer Dummheit um und leisten es sich sogar, dass man ihre Parteien aufgrund der menschenverachtenden Programme deutlich als politische Fehltritte unserer Gesellschaft erkennen kann. Wäre die Gesellschaft klüger würde sich dieses Problem von selbst auflösen.

Der Modefotograf F. C. Gundlach dokumentiert seit der Bundestagswahl 1972 das stille Aufbegehren des Wählers fotografisch. Im Hamburger Museum für Kunst und Gewerbe ist bis zum 27.09. eine Ausstellung mit Gundlachs Fotografien zu sehen. Unter dem Titel „Wählers Gunst oder Die kleine Rache des Souveräns“ werden hier mehr als 80 Fotografien und 30 originale Wahlplakate präsentiert, die den anonymen Dialog zwischen Politikern und Wählern dokumentieren.

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Foto: F. C. Gundlach

„Wählers Gunst oder Die kleine Rache des Souveräns“
21. August bis 27. September 2009
Museum für Kunst und Gewerbe, Steintorplatz, 20099 Hamburg
Eintritt: 8 Euro (ermäßigt 5 Euro)

Fake Problems am 16.09. White Trash Fastfood, Berlin

Das Berliner Publikum geizt ja zuweilen sehr mit offenen Sympathiebekundungen. Es gilt als etwas schwierig und launisch. „Sollnse doch froh sein, dass wa überhaupt gekommen sind,“ scheinen stets ein paar Konzertbesucher zu denken. In Berlin macht man lieber einen auf unbeeindruckt und cool, wenn man der „Incrowd“ nicht negativ auffallen möchte, denn hippe Berliner haben schon jede Band der Welt gesehen. Der Stereotyp des hippen Berliners geht aber eigentlich auch nur auf verdrogte Elektro-Parties, trägt Outfits, die auch im New York der 80er bemitleidende Blicke provoziert hätten, hält sich für das Mass aller Dinge und taucht auf Konzerten von FAKE PROBLEMS nicht auf. Gut so.
Die Band hätte aufgrund ihres Engagements auf der Bühne mehr Zuspruch als den der geschätzten 50 Anwesenden verdient. Allerdings sind 13.- € für eine relativ unbekannte Band auch wirklich nicht ohne. Dafür legten sie sich aber auch voll ins Zeug und bei der nächsten Show in Berlin wird jeder der Unentwegten noch jemanden aus dem Freundeskreis mitbringen. Dieses Prinzip vergessen viele Bands leider viel zu häufig, wenn sie in leeren und halbleeren Clubs spielen. FAKE PROBLEMS mussten zudem ohne lokalen Support zurecht kommen und waren für zahlende Gäste somit allein verantwortlich. Für mich unerklärlich, da sie einfach noch nicht den Namen haben um auf das Following heimischer Bands verzichten zu können.
Die Band brauchte im Gegensatz zum Publikum keine Anlaufphase, aber auch vor der Bühne ging man mit jedem Song mehr mit. Frontmann Chris Farren kann trotz seiner Jugend mit dieser charismatischen Stimme auf ein einzigartiges Instrument zurückgreifen. Der Sound im White Trash ist meiner Meinung nach eigentlich immer gut und so war es auch an diesem Abend. Ein Gemisch aus Indie-Rock und Punk kann einem schnell mal die Ohren klingeln lassen, doch nicht nur der Sound-Mann hatte einen guten Tag, sondern in erster Linie das Quartett aus Florida. Kein Gerumpel, kein Geschepper, einfach extrem spassbringender Indie-Punk. Nach ihrem Debüt („HOW FAR OUR BODIES GO“ 2007, Sabot Productions) ist „IT´S GREAT TO BE ALIVE“ ihr aktuelles Release, das Anfang des Jahres auf Sideonedummy erschienen ist. Genauso wie ein Konzertbesuch lohnt es sich unbedingt in das Album reinzuhören. Das Set war nicht kurz und dennoch war das Publikum erst richtig eingespielt als die Show schon wieder zu Ende war. Das passiert, wenn keine Vorband dabei ist. Schade. Dennoch war das Konzert wirklich klasse und die Berliner wissen am Ende gute Shows doch sehrwohl zu schätzen.
Für mich ging es danach noch ins Bassy wo Universal ein Stell-Dich-Ein (bzw Stell-Dich-An) anlässlich des Popkomm-Ersatzes All2gethernow gab. „KITTY, DAISY & LEWIS“ haben das versammelte Musi-Bizz mit ihrem Rock´n´Roll/Blues vom Allerfeinsten ganz gut umgehauen. Ich glaube, dass die drei Geschwister noch von sich hören lassen werden, auch wenn sie hoffentlich nicht bei Universal landen werden.
Ein sehr guter Abend.


www.myspace.com/fakeproblems
www.sideonedummy.de

NEWS – KING OF S.KA.T.E. – NEWS

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Meine Damen und Herren, willkommen in Runde 18. Diese Woche ist Tschechiens Techmaschine Tomas Svoboda am Start und zeigt Euch einen 360° Pressure Flip Revert. Heißt für Dich: such Dir ein Stück freien und ebenen Boden, mach Deinen 360° Pressure Flip Revert mit viel Style, film ihn und lade ihn auf www.king-of-skate.com hoch. Derjenige, der den schönsten 360° Pressure Flip Revert abliefert, gewinnt ein fettes Horsefeathers Package! Nu aber los…



Gewinner Runde 17: Matthias Frei


www.king-of-skate.com

PLAYBOARD Nr. 56, Sept.-Nov.

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Die neue Playboard #56 bietet wiedermal willkommene Zerstreuung. In dieser Ausgabe wird der Osten der Republik besucht, mit dem Anzeigeberlin-Kopf Adam Sello die besten Skate-Spots in Berlin abgeklappert und der Skate-Boom in der Hauptstadt in den Fokus genommen. Natürlich dürfen darüberhinaus die Top-Events der letzten Monate nicht fehlen. Die Playboard Crew war bei der European Skateboard Championships in Basel am Start, ckeckte die Playboard Style Session am Kronplatz (Snowboard) und schlürfte einen Äppelwoi in Frankfurt bei der Bright Tradeshow für Streetwear.
Für mich ein sehr wichtiger Bestandteil von Boarding-Mags sind definitiv die Interviews mit Szenarios. Mario Ungerer läßt die Leser in sein Tagebuch linsen und Snowboarder Andreas Wiig läßt uns an seiner Sicht der Dinge teilhaben. Ausserdem ist ein sehr interessantes Interview mit „Herbie“ König zu finden, der darin diesen großartigen Satz formuliert: „Der bessere Skater ist derjenige, der mehr Spaß am Skaten hat.“
Für alle Couchkartoffeln gibt´s noch einen besonderen Schmankerl obendrauf. Dieses Mal kommt das Heft inklusive der YUX DVD mit feinstem Skateboarding aus Österreich. Protagonisten sind: Mario Wirnsberger, Daniel Spiegel, Andreas Fugger, Philipp Schuster, Stephan Storn und viele mehr…
Das das Magazin mit atemberaubenden Pix voll gekleistert ist muss ich wohl nicht erwähnen. Oder doch? Hiermit getan.

www.playboard.de

JUNIUS – „THE MARTYRDOM OF A CATASTROPHIST“

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Das vorliegende Album mit dem sperrigen Titel „THE MARTYRDOM OF A CATASTROPHIST“ ist das Debüt der Bostoner JUNIUS. Dieses Konzept-Album basiert auf kontrovers diskutierte Theorien des Immanuel Velikovsky (1895-1979). Der in Russland geborene Velikovsky interpretierte biblische Geschichten und religiöse Mythen als Beschreibungen weltweiter Katastrophen, die er astrowissenschaftlich und tiefenpsychologisch zu belegen versuchte. Nach Velikovsky ist die Chronologie des Lebens und der Welt neu zu diskutieren. Er und andere Katastrophisten sehen die Entstehung der Erde nicht als millionenjährigen Prozess, sondern gehen von katastophalen Ereignissen aus, die auch von religiösen Fanatikern unterstützt werden (Junge Erde Theorie basierend auf Sintflut Mythos).
Bereits ihre Debüt-EP „Forcing Out The Silence“ (2004) schlug in den USA ein wie ein Komet und nicht wenige Medienvertreter kündigten bereits eine Zeitenwende im Post-Rock an. 2005 spielte das Quartett dann in 9 Monaten 200 Shows und dennoch ließen sie bis heute auf ihren ersten Longplayer warten. Bei „THE MARTYRDOM OF A CATASTOPHIST“ spiegeln sich Titel und Konzept des Albums im Sound perfekt wider. Bombastische Gitarren-Wände bauen sich auf und brechen wieder zusammen. Verschachtelte Drumbeats erzeugen Spannung und die Neugier auf das was kommen mag. Geheimnisvoll und bisweilen hypnotisch zeigt Sänger Joseph E. Martinez’s die Facetten seiner Stimme. Dieses düstere Album ist eine sphärische Mischung aus Post-Rock, Dark Wave und Alternative. Hier und da erinnern JUNIUS an Long Distance Calling oder gar an Dredge ohne eine Kopie zu werden.
Das Wort Katastrophe steht nach seiner Wortherkunft für eine existenzielle Wendung. Vielleicht ist diese Veröffentlichung keine grundliegende Wendung in der Musikwelt, aber die Band ist von nun an auf dem Radar und wir sind gespannt wo sie mit ihrem nächsten Album einschlagen wird.

www.juniusmusic.com
www.myspace.com/junius
www.makemydayrecords.de

THE BRIAN SETZER ORCHESTRA – „SONGS FROM LONELY AVENUE“

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Nur wenige können auf eine so lange Karriere zurückblicken wie BRIAN SETZER. 1979 gründete er die legendären Stray Cats und war damit persönlich mitverantwortlich für das Rockabilly-Revival bzw. den Neo-Rockabilly der 80er Jahre. BRIAN SETZER ist eine Ikone des Neo-Rockbilly und genießt durch die Stray Cats einen absoluten Legenden-Status. Sein privates musikalisches Interesse war allerdings viel breiter gefächert als man es Rockabillys gemeinhin zugesteht.
Nachdem sich die Stray Cats 1994 abermals auflösten gründete SETZER mit „THE BRIAN SETZER ORCHESTRA“ eine Big-Band, die mit einer Gitarre als Führungsinstrument einen deutlich rockigeren Sound als übliche Big-Bands lieferte. Das Projekt kam zunächst schwer in Schwung und die ersten beiden Alben verkauften sich nur mäßig. 1998 allerdings schlug „The Dirty Boogie“ voll ein, verkaufte mehr als 3 Millionen Tonträger und bekam sogar 2 Grammys. 13 Release des „THE BRIAN SETZER ORCHESTRA“ sind mittlerweile erschien und „SONGS FROM LONELY AVENUE“ reiht sich stilistisch in diese Reihe ein, nachdem der Grandmaster mit „Wolfgang’s Big Night Out“ (2007) Mozart, Beethoven und Wagner in Creapers und Leoparden-Drapes steckte und ihre Musik in Swing und Rockabilly interpretierte.
Cool Cat SETZER setzt bei „SONGS FROM THE LONELY AVENUE“ Film Noir inspiriert leicht düstere Akzente, die den oft anstrengend-optimistischen Big-Band Sound in einen ganz anderen Zusammenhang setzen. Man gewinnt den Eindruck der Teufel himself fungiert hier als Big-Band Impressario. „Thugs prowl the street, young couples dance the night away in New York, hearts are broken, and lives are taken, all over pitch-perfect melodies and arrangements“. So right.
Unter den 13 Songs sind drei Instrumentals zu finden und zum ersten Mal hat SETZER auf einem Album alle Tracks selber geschrieben. 100% SETZER, wenn man so will. Was die Stray Cats für den Rockabilly Revival waren sind die 18-köpfige Big-Band und ihr Maestro from Hell für das Swing Come Back. BRIAN SETZER schafft den Spagat zwischen komplexen Arrangements und balls-out Rocker wie kein anderer.
„SONGS FROM LONELY AVENUE“ wäre ein großartiger Soundtrack zu einem düsteren Adult-Garfield, der im 30er Jahre-Chic mit zwei Miezen im Arm Widersachern die Krallen zeigt, während sein trotteliger Kumpane Odie mit den Jungs und Thompsons unterm Trenchcoat auf dem Weg ist die Konkurrenz hochgehen zu lassen. Unserer Meinung ein Klasse-Album.

VÖ 16.10.2009

www.briansetzer.com
www.myspace.com/briansetzer
www.surfdog.com